2+2 Stimmen GRÜN –
kleiner Ausflug ins Wahlrecht

 

Wie ist das mit Erst- und Zweitstimme in Bayern?

A) Wie viele Kandidaten und Kandidatinnen einer Partei in den Landtag einziehen, entscheidet sich durch die Addition der Erst- und Zweitstimmen einer Partei.

B) Jeder Wähler und jede Wählerin entscheidet sich mit der Erststimme direkt für einen Kandidaten oder eine Kandidatin, der/die den Wahlkreis im Landtag vertreten soll. Wer die meisten Stimmen hat gewinnt. Aus jedem der 90 Wahlkreise wird also eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter im Landtag vertreten sein.

C) Über die Vergabe der restlichen Mandate entscheidet die Zweitstimme. Damit wird aus einer Bezirksliste gewählt, wer am geeignetsten erscheint. Mit der Zweitstimme ändern die Wähler und Wählerinnen nur die Reihung auf der Liste. Je nach Anzahl der Erst- UND Zweitstimmen ziehen dann (weitere) Kandidaten von der Liste – in der Reihenfolge der erhaltenen Zweitstimmen – in den Landtag ein.

Fazit:
Eine Aufsplittung der Stimmen auf verschiedene Parteien ist nicht sinnvoll, weil damit die bevorzugte Partei um 50% geschwächt wird. Anders als bei der Bundestagswahl gehen keine Stimmen „verloren“.

Also 2 Stimmen GRÜN für den Landtag, zwei Stimmen GRÜN für den Bezirkstag.
2 * 2 = 10 Mal besseres Bayern!

 

Zum Nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bayerisches_Landtagswahlsystem

https://www.bayern.landtag.de/abgeordnete/landtagswahl-2018/

 

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