2016-01-09 Verleihung des AMO 2016 an Andrea von Haniel

Eine gute Nachricht des Jahres 2015 war,  daß sich auf der Klimakonferenz in Paris alle Staaten einstimmig auf Klimaziele und eine Beschränkung der Emission von Treibhausgasen einigen konnten.  Aber wir wissen auch wie weit entfernt und unsicher eine Umsetzung dieser Beschlüsse ist. Nationale und Internationale Beschlüsse und Programme sind wichtig, doch wir müssen weiter versuchen, auf lokaler Ebene die Klimawende voranzutreiben.

Und uns ist auch bewusst, dass diese als zentrales Element eine Verkehrswende enthalten muss, diese ist besonders schwierig, weil sie oft auch eine Verhaltensänderung verlangt.

Mit dem AMO, dem Preis für andere Mobilität, zeichnen wir seit Jahren Ideen, Initiativen und Engagement für eine Verkehrswende aus, so zB Vorbilder für Radfahren im Alltag, Initiativen für besseren Busverkehr, car-sharing Vereine und viele ander, der AMO hat mittlerweile eine lange Tradition. Dabei kann man viele dieser Preise unter der Überschrift “Weg vom Auto” oder “Weniger Auto” versammeln.

Dieses Jahr ist das Thema aber das Auto selbst, genauer sein Antrieb. Es geht um Elektromobilität, De Grünen beschäftigen sich verstärkt mit diesem Thema.

  • In einem aktuellen Klimakonzept der Grünen-Fraktion des Bundestages für ihre Klausur in Weimar steht, dass ab 2036 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden sollen.
  • In einem Fraktionsbeschluss vom 7.9.2015 » GRÜNE AUTOMOBILPOLITIK 2015 – DAS AUTO NEU ERFINDEN heisst es: Das zentrale Zukunftsmodell für den Straßenverkehr ist die Elektromobilität auf Basis von Batterie-und Brennstoffzellen-Technologien. Elektroautos, Elektrobusse, E-Roller und Nutzfahrzeuge mit elektrischen Antrieben sowie Elektrofahrräder sind Vehikel einer Verkehrspolitik, die Antworten gibt auf Fragen des Klimaschutzes, der Endlichkeit des Rohstoffs Öl, der Luftreinhaltung und der Verbesserung der Lebensqualität in Innenstädten. Mit dem weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus Wind und Sonne steht ausreichend günstiger grüner Strom für die Elektromobilität zur Verfügung.”

Darin ist auch eine wichtige Rahmenbedingung formuliert, wie für GRÜNE Elektromobilität umgesetzt werden muss – nur mit Strom aus erneuerbaren Energien. Denn auch viele Grüne haben eine etwas skeptische Einstellung zur E-Mobilität, was hilft es, wenn die Autos keine Schadstoffe mehr ausstossen,  diese aber um so mehr bei der Stromerzeugung anfallen.

Nehmen wir einmal an, dass diese Voraussetzung gegeben ist, bleibt immer noch das Problem, dass Leute zu einem Umstieg gebracht werden müssen. Es muss die nötige Akzeptanz geschaffen werden und es müssen Anreize geschaffen werden, dass Fahrerinnen und Fahrer auf Elektromobile, angetrieben von Ökostrom umsteigen können und wollen. Und damit sind wir bei unser diesjährigen Preisträgerin, die diese beiden Punkte in hervorragender Weise verbindet. In Haimhausen gibt es eine Elektrotankstelle, an der Strom aus 100% erneuerbarer Energie getankt werden kann und das ist das Besondere, das Tanken ist für Haimhauser Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

Möglich wird das durch durch die E-Werke Haniel und ihre Geschäftsführerin Andrea von Haniel. Die Haniel Werke sind ein reiner Ökostromanbieter,  das den Strom in kĺeinen,  lokalen Wasserkraftwerken erzeugt. Sie erzeugen Ökostrom auf eine umweltverträgliche Weise. Sie zeigen, wie Wasserkraft und Naturschutz vereinbart werden kann. Und mit der kostenlosen Bereitstellung des Stroms für die Stromtankstelle schaffen sie einen wichtigen Anreiz auf ein mit Ökostrom betriebenes Elektroauto umzusteigen.

Wir wünschen uns, dass dieses Engagement als Vorbild für andere Kommunen dient. Um dieses Engagement anzuerkennen und weiter bekannt zu machen geht der diesjährige AMO also an die Haniel Werke und an ihre Geschäftsführerin Andrea von Haniel

Ludwig Krispenz

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