Neuer Kreisvorstand

Am Freitag, 11.09.2020 traf sich der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dachau erstmals seit Beginn der Corona Pandemie im Adolf-Hölzel-Haus. Turnusgemäß muss alle zwei Jahre ein neuer Kreisvorstand gewählt werden, sodass eine Versammlung noch dieses Jahr (mit Abstand) erforderlich war.

Als neue Sprecherin wurde Karin Beittel aus Günding gewählt. Die Diplom-Geographin möchte sich für den Klimaschutz und eine Verbesserung des ÖPNVs im Landkreis Einsetzen. Als Sprecher wurde Alexander Heisler aus Petershausen neu gewählt. Der Masterstudent für Nachwachsende Rohstoffe möchte die Gründung einer Grünen Jugend initiieren sowie den Fairen Handel im Landkreis vorantreiben. Das Amt des Kassiers übernimmt Jörg Wunsch aus Petershausen, Beisitzer*in werden Christa Hettrich (Röhrmoos), Sarah Jacob (Dachau) sowie Ulrich Rauhut (Röhrmoos). Ein Platz der Beisitzerin konnte noch nicht besetzt werden, sodass bei der nächsten Kreisversammlung nachgewählt werden muss.

Die bisherigen Sprecher*innen Jutta Krispenz und Richard Seidl traten nicht erneut an. Wir bedanken uns sehr herzlich beim alten Vorstand für das Engagement, die erfolgreiche und unermüdliche Arbeit! Dem neuen Vorstand wünschen wir gutes Gelingen und viel Spaß für seine Arbeit in den kommenden zwei Jahren.

Neue grüne Landkreis-Spitze: Sprecherin Karin Beittel, Beisitzerin Christa Hettrich, Sprecher Alexander Heisler (vorne, von links); Beisitzer Ulrich Rauhut, Schatzmeister Jörg Wunsch und Beisitzerin Sarah Jakob (hinten, von links). © Elfriede Peil

Der Grünen-Kreisverband Dachau diskutierte zudem die schreckliche Lage im Flüchtlingslager Moria: 13.000 Menschen müssen dort auf der Straße weitgehend ohne Obdach, Wasserversorgung oder medizinische Hilfe leben. Schon weit vor den aktuellen Bränden und Covid19-Ausbrüchen war die Lage dort unmenschlich und einem solidarischen Europa unwürdig. Den geflüchteten Kindern, Frauen, Männern und Familien muss jetzt geholfen werden, alles andere ist für uns Grüne weder mit Menschenrecht noch mit christlichen Werten vereinbar. Wir können nicht länger wegsehen. Daher hat die Kreisversammlung einstimmig beschlossen, den Landkreis zur Aufnahme von Menschen aus Moria aufzufordern. Der Landkreis soll dieses klare Bekenntnis zur Humanität umsetzen und sich bei übergeordneten Behörden, bis hin zum Bundesinnenminister, entsprechend für diese Hilfe in Not einsetzen. Die Fraktionen in Landkreis, Stadt und Gemeinden werden sich entsprechend in ihren Gremien dafür einsetzen. Dabei wissen wir uns in der Bereitschaft zur Aufnahme von Menschen in Not auch von Entwicklungsminister Müller unterstützt.

Wir sind überzeugt, dass die Menschen in unserem Landkreis menschlich handeln und dort helfen wollen, wo es Not gibt. Entsprechend laden wir alle anderen Parteien ein, sich unserem Aufruf zur Menschlichkeit anzuschließen. #leavenoonebehind #wirhabenplatz

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