Gleichberechtigte Schultoiletten für die neuen Gymnasien in Karlsfeld und Röhrmoos.

Für die neuen Gymnasien in Karlsfeld und Röhrmoos werden die Schultoiletten für Jungen und Mädchen gleichberechtigt nach Anzahl und nicht nach Größe des Raumes errichtet. Die Anzahl der Urinale plus Toilettenkabinen bei den Jungen soll der Anzahl der Toilettenkabinen bei den Mädchen entsprechen.  

Begründung:

In den meisten Gebäuden, so auch an Schulen, werden die Toilettenräume gleich groß geplant und errichtet. Diese gleiche Größe erscheint im Sinne der Gleichbehandlung als richtig. Leider führt dies jedoch zur Ungleichbehandlung von Jungen und Mädchen.

Während bei Mädchen ausschließlich Toilettenkabinen errichtet werden, gibt es in Jungs-Toiletten Urinale und Toilettenkabinen. Je nach Abständen und Planungen werden hierbei in die entsprechenden Räume die gleiche Anzahl an Toilettenkabinen errichtet. Zusätzlich kommen bei den Jungen auf der anderen Seite des Raumes oft noch die doppelte Anzahl an Urinalen hinzu. Dieser Seite des Raumes bleibt bei den Mädchen oftmals frei, da der Platz für zusätzliche Kabinen nicht ausreicht. Die Jungen haben somit eine erheblich größere Anzahl an Toilettenkabinen und Urinalen zur Verfügung.

Dies führt, gerade in kleinen Pausen, zu erheblichem Stau auf den Mädchentoiletten. Durch das Schlangestehen müssen Mädchen oftmals auf Essen, Trinken sowie Spielen in der kleinen Pause verzichten, was zu einem geringeren Erholungseffekt sowie schlechteren schulischen Leistungen führen kann. Auch sind Verspätungen nach der kleinen Pause eine Konsequenz.

Zur gleichberechtigten Behandlung von Mädchen und Jungen sollten deshalb die Fläche der Toilettenräume der Mädchen größer sein als die Fläche der Toilette der Jungen. Insgesamt sollte die Anzahl an Toilettenkabinen plus Urinalen identisch zu der Anzahl an Toilettenkabinen in den Mädchentoiletten sein.