World Malaria Day

Das Ringen um Aufmerksamkeit

Die globale Corona-Pandemie zieht seit einem Jahr die Aufmerksamkeit auf sich. In ihrem
Windschatten existiert jedoch eine andere potentiell tödliche Krankheit: Malaria. Für Mitteleuropäer
sehr weit weg, da schon lange ausgerottet, für viele afrikanische und auch einige asiatische und
lateinamerikanische Staaten immer noch eine reelle Bedrohung. 2019 starben weltweit 409.000
Menschen an den Folgen von Malaria, 90% davon in Afrika, zwei Drittel der Toten waren Kinder
unter fünf Jahren.
Seit 2007 wird jedes Jahr am 25.April der „World Malaria Day“ begangen. Es soll auf die
Kampagnen gegen die Krankheit aufmerksam gemacht werden, auch bisherige Erfolge werden
gewürdigt. So konnten seit dem Jahr 2000 immerhin 7,6 Mio. Menschenleben gerettet werden. El
Salvador wurde dieses Jahr von der WHO als malariafreies Land eingestuft. Doch es bleibt immer
noch viel zu tun.
Wir sollten die von Malaria und Covid19 parallel betroffen Staaten im globalen Süden in ihrem
Kampf unterstützen. Einfache Aktionen wie das Verteilen kostenloser Moskito-Netze helfen bei der
Prävention. Ein ungarischer Physiker entwickelt neue Methoden zur giftfreien Bekämpfung der
Anopheles-Mücke, der Überträgerin des Malaria-Erregers. Mit Hilfe von Lichtbarrieren, Ultraschall,
optischen und akustischen Sensoren will Szabolcs Márka von der Columbia University die
Krankheit bekämpfen.
Mehr Info:
www.zeit.de/wq/2021-16
www.rollbackmalaria.org
www.who.int/teams/global-malaria-programme

verfasst von Ruth Göttler, 24.04.2021

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